Einen zentralen Bereich des Arbeitsrechts bildet das individuelle Arbeitsrecht.

Die Beendigung des Arbeitsvertrags durch Ausspruch einer Kündigung ist häufig Grundlage gerichtlicher und außergerichtlicher Auseinandersetzung. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer haben ein erhebliches wirtschaftliches Interesse an dem Ausgang dieser Streitigkeit.

Neben dem Bestand des Arbeitsverhältnis als solchem sind auch die beiderseitigen finanziellen Folgen einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses wie z.B. die Höhe einer Abfindung, deren Versteuerung oder die Verhängung einer Sperrzeit durch die Bundesagentur für Arbeit von großer Bedeutung. Es empfiehlt sich, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu wissen, der Sie mit Überblick berät und Sie bei Bedarf durch eine solche Auseinandersetzung begleitet.

Es können aber auch Unklarheiten über den Inhalt des Arbeitsvertrages, insbesondere die beiderseitigen Rechte und Pflichten, bestehen. So ist beispielsweise für die Beurteilung einer richtigen Eingruppierung in bestehende Vergütungssysteme wie einen Tarifvertrag die Einschätzung durch einen Fachmann ratsam. Unsicherheiten bestehen häufig über die Möglichkeit des Arbeitgebers, ein vertragswidriges Fehlverhalten des Arbeitnehmers abzumahnen oder durch eine Anweisung den bisherigen Inhalt der Arbeitstätigkeit zu verändern, etwa eine Versetzung auszusprechen, Sonderaufträge zu erteilen oder andere Arbeitsaufgaben zuzuweisen.

Im Bereich des individuellen Arbeitsrechts beraten und vertreten wir sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber und sind daher geschult, die Interessen beider Seiten zu erkennen und mit unseren Mandanten zu sachgerechten Lösungen zu gelangen. 

Eine weitere zentrale Größe bildet das kollektive Arbeitsrecht, insbesondere die Rechte und Pflichten in dem Umgang mit einem Betriebsrat. Der richtige Umgang mit dem Betriebsrat verlangt einen hohen Wissensstandard vom Arbeitsgeber.

Fehler bei der Beachtung der Beteiligungsrechte des Betriebsrats können gravierende Folgen haben, etwa die Unwirksamkeit von Kündigung oder Versetzung eines Mitarbeiters. Da betriebliche Maßnahmen ohne ausreichende Beteiligung des Betriebsrats zum Teil nicht umgesetzt werden dürfen, können entsprechende Fehler zu Zeitverzögerungen und damit in aller Regel zu einer erheblichen Kostenbelastung führen.

Eine frühzeitige rechtliche Beratung über den richtigen Umgang mit dem Betriebsrat kann helfen, unnötigen Streit zu vermeiden und betriebliche Maßnahmen innerhalb der gebotenen Zeit umzusetzen. Der Betriebsrat muss seinerseits über die rechtlichen Grundlagen seiner betriebsverfassungsrechtlichen Aufgaben und den Umgang mit dem Arbeitgeber informiert sein. Trotz erfolgter Grundlagenschulungen und vorhandener Fachliteratur ist sich der Betriebsrat über die Reichweite seiner Rechte und die Zulässigkeit von Unternehmerentscheidungen oft unsicher.

Die frühzeitige Einschaltung eines Rechtsanwalts als Sachverständiger kann hier helfen, solche offenen Fragen zu klären und Lösungswege zu erarbeiten. Dies gilt besonders im Falle anstehender komplexer unternehmerischer Entscheidungen wie z.B. einer Betriebsänderung. Insbesondere vor Verhandlung und Abschluss eines Interessenausgleichs bzw. Sozialplans ist es ratsam, externen fachlichen Rat einzuholen.

Wir beraten und vertreten sowohl Arbeitgeber als auch Betriebsräte, sowohl außergerichtlich als auch vor dem Arbeitsgericht und in der Einigungsstelle.