Im Erbrecht geht es um die Rechts- und Vermögensnachfolge eines Erblassers auf andere Personen.

Das Erbrecht beinhaltet einerseits, noch zu Lebzeiten Verfügungen über sein Eigentum oder andere veräußerbare Rechte über den eigenen Tod hinaus zu treffen (Testament, letztwillige Verfügung, Erbvertrag). In diesen Bereich fallen z.B. Fragen zur Errichtung und Gestaltung eines Testaments, zur lebzeitigen Schenkung auf den Todesfall, zur Testamentsvollstreckung und zur Besteuerung der Erbschaft durch den Fiskus.

Zum Erbrecht zählen aber auch die Rechte desjenigen, der durch eine Verfügung des Erblassers begünstigt oder benachteiligt wird. Hierzu zählen Fragen der Nachlassverwaltung, der Haftung des Erben für evtl. Nachlassschulden und Vermeidung bzw. Beschränkung dieser Haftung. Auch Fragen des Pflichtteils- und des Pflichtteilsergänzungsrechts, der Ermittlung und richtigen Berechnung der Ansprüche sind hier von großer Bedeutung.

Fehlt es dagegen an einer Verfügung von Todes wegen oder ist eine solche möglicherweise unwirksam, z. B. wegen Testierunfähigkeit des Erblassers, so kommt die gesetzlich geregelte Erbfolge zum Zuge. Der Nachlass geht dann auf die nächsten Verwandten sowie ggf. den Ehegatten über. Es finden sich dann plötzlich und unvorbereitet Personen in einer Erbengemeinschaft wieder, die sich wenig oder kaum kennen und die oft einander entgegenstehende Interessen verfolgen. Bei der gesetzlich vorgesehen Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft kann das häufig hinderlich sein.

Bei all diesen Fragen und Problemen empfiehlt es sich, rechtzeitig Rat bei einem geschulten Fachmann einzuholen, der Ihnen hilft, die mitunter schwierigen Probleme im Erbrecht zu erkennen und zu Ihrer Zufriedenheit zu lösen.